Winterdienst duch Verordnungen oder Gesetze geregelt

Winterdienst - der Bergische Hausmeister - Bild 1Grundsätzlich sind Städte und Kommunen verpflichtet, Straßen und Gehwege von Schnee und Eis zu befreien, so dass sie sicher zu benutzen sind. Diese Verpflichtung wird in der Regel jedoch in einem entsprechenden Gesetz (bei Stadtstaaten) oder einer Verordnung auf die Hauseigentümer übertragen. Hier wird auch geregelt, in welcher Breite und welchem Zeitraum geräumt und gestreut werden muss. Veröffentlicht sind die örtlichen Regelungen meist auf der Homepage der Kommune.

Als zulässige Streumittel, die bei Glätte eingesetzt werden dürfen, gelten sogenannte abstumpfende Mittel. Das sind zum Beispiel Splitt, Sand oder Sägespäne. Streusalz darf in der Regel nicht eingesetzt werden, da es weniger umweltverträglich ist.

Geräumt und gestreut werden muss regelmäßig zwischen 7:00 Uhr und 20:00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen darf es mitunter später sein. Ist beispielsweise über Nacht Glatteis zu erwarten, muss vorbeugend gestreut werden. Schnee muss spätestens eine Stunde nachdem es aufgehört hat zu schneien, geräumt werden. Schneit es immer wieder, ist dieser Vorgang entsprechend oft zu wiederholen. Lediglich wenn es durchgehend schneit, muss nicht sofort geräumt werden. Dabei dürfen Schnee und Eis nicht einfach auf die Straße geschoben werden, sondern müssen auf dem Grundstück bleiben. Wird dies nicht beachtet, führen große Schneemengen, wie etwa vor drei Jahren, dazu, dass die Straßen zu eng werden und der Straßenverkehr nicht mehr fließen kann.

Die Pflichten des Hauseigentümers

Winterdienst - der Bergische Hausmeister - Bild 2: SchaufelnVon Schnee und Eis befreien muss der Hauseigentümer dabei den Gehweg am Haus, bei Eckgrundstücken an beiden Seiten, den Weg zur Haustüre und den Briefkästen. Ist kein Gehweg vorhanden, muss in manchen Kommunen die Straße in entsprechender Breite geräumt werden. Werden die Abfallbehälter geleert, ist auch der Weg dorthin zu räumen oder die Tonnen sind an die Straße zu stellen.

Hauseigentümer, die ihr Gebäude nicht oder nicht alleine bewohnen, übertragen die Räum- und Streupflicht in der Regel über den Mietvertrag oder die Hausordnung auf die Mieter. Somit braucht der Hauseigentümer nicht selbst den Schnee zu schaufeln, muss aber die ordnungsgemäße Durchführung durch seine Mieter immer wieder kontrollieren, da er sonst bei einem Unfall möglicherweise mithaftet.

Serviceleistung Winterdienst durch Hausmeister

Winterdienst - der Bergische Hausmeister - Bild 3: FahrzeugeIst ein Hauseigentümer oder Mieter gebrechlich, tagsüber zum Beispiel aufgrund von Berufstätigkeit nicht vor Ort oder auch verreist, muss er dafür Sorge tragen, dass ein Vertreter der Räum- und Streupflicht für ihn nachkommt. Hier kommen wir als Hausmeister ins Spiel. In größeren Gebäuden oder Gebäudekomplexen ist eine Absprache zwischen den Mietern oder Wohnungseigentümern alleine aufgrund der Vielzahl der Personen schwierig. Das ist ein zusätzlicher Grund für einen Auftrag an den Hausmeister, den Winterdienst zu übernehmen.

Als Hausmeister machen wir uns mit den kommunalen Regelungen vertraut, aber auch besondere Anforderungen der Bewohner oder ansässigen Firmen versuchen wir zu berücksichtigen. So gibt es viele Firmen, die im Schichtsystem arbeiten und daher Wert darauf legen, dass die Wege – auch innerhalb des Firmengeländes – zum Schichtwechsel frei sind.

Oft müssen auch Dächer von Schnee befreit werden. Bei zu großer Schneelast könnte das Dach, wie zum Beispiel 2006 bei der Eissporthalle in Bad Reichenhall, einstürzen. Seinerzeit starben 15 Menschen und über 30 wurden verletzt. Neben der Verletzungsgefahr für Menschen besteht aber auch große Gefahr von Sachschäden, wenn das Dach einstürzt oder, was bei entsprechender Neigung des Daches eher passiert, wenn sich eine Dachlawine löst. Kann ein Dach nicht geräumt werden, empfiehlt sich ein Hinweis "Vorsicht Dachlawine", der in der Regel auch von einer Schadensersatzpflicht befreit.

Winterdienst mit dem richtigen Werkzeug

Winterdienst - der Bergische Hausmeister - Bild 4: KehrmaschineFür die Schnee- und Eisbekämpfung gibt es ein breites Angebot an Werkzeugen und Maschinen. Welche Mittel gewählt werden, ist von mehreren Faktoren abhängig:

  • Sind überwiegend kleine Flächen zu räumen, reichen Schneeschaufeln vollkommen aus.
  • Bei größeren Flächen können Kehrmaschinen mit und ohne Räumschild, hinter welchen der Hausmeister läuft, eine gute Unterstützung bieten.
  • Große Flächen sollten mit einem Fahrzeug mit Räumschild, wie Traktor, Pickup, Unimog etc. bearbeitet werden.

Da mit der Räumung durch einen Hausmeister oder Hausmeisterservice oft deutlich vor 7:00 Uhr begonnen wird, damit alle Objekte rechtzeitig schnee- und eisfrei sind, achten wir bei den Schneeschaufeln darauf, dass sie beim Schieben über den Gehweg nicht zu laut sind. Daher verzichten wir auf reine Metallschaufeln, wenn morgens in der Frühe oder am späteren Abend gereinigt werden muss.

Besonders an abschüssigen Stellen bildet sich schnell Eis. Streugut hält hier aber oft nicht, sondern rollt oder rutscht einfach weg. Daher muss das Eis entfernt werden. Spezielle Eiskratzer mit langem Stiel erleichtern die Eisentfernung und ermöglichen zudem ein rückenschonendes Arbeiten.